Ste­phan Marks spricht von Scham als einer „tabui­sier­ten Emo­ti­on“. Er unter­schei­det 6 For­men von Scham, die ich durch eine 7. (nar­ziss­ti­sche Scham) ergän­zen möchte:

Anpas­sungs­scham „ich bin anders“
z.B. wenn man nicht teu­re Kla­mot­ten „wie alle ande­ren“ trägt

Inti­mi­täts­scham
Pri­vat­sphä­re, Geheim­nis­se, Intimsphäre

Grup­pen­scham
man schämt sich für einen ande­ren Ange­hö­ri­gen der Grup­pe, der man sich zuge­hö­rig fühlt

Trau­ma­ti­sche Scham
Ohn­machts­er­fah­rung

Gewis­sens­scham
Scha­m­emp­fin­den wegen eines Ver­ge­hens, einer Schuld

Empa­thi­sche Scham
Fremd­schä­men, obwohl man mit der betref­fen­den Per­son kei­ne Ver­bin­dung hat (wie bei der Gruppenscham)

Nar­ziss­ti­sche Scham
Scha­m­emp­fin­den bei Ver­sa­gen ange­sichts des hohen Ich-Ideals

nach Ste­phan Marks: Scham – die tabui­sier­te Emo­ti­on, Ost­fil­dern: Pat­mos Ver­lag, 4. Aufl. 2013

Vor­trag über Scham und Schuld