Zitate der Woche

Kafka (1: Briefe an Milena)

„nur ein Dank, daß Du da bist auf die­ser Welt, […] der ich es von vorn­her­ein nicht ange­se­hen hät­te, daß du auf ihr zu fin­den sein könntest.“

„ich ver­gaß alles, ver­gaß mich ganz und gar, stand auf, kam näher, ängst­lich zwar in die­ser neu­en und doch hei­mat­li­chen Frei­heit, kam aber doch näher, kam bis zu Dir, Du warst so gut, ich duck­te mich bei Dir nie­der, als ob ich es dürf­te, ich leg­te das Gesicht in Dei­ne Hand, ich war so glück­lich, so stolz, so frei, so mäch­tig, so zuhau­se, immer wie­der die­ses: so zuhause“

„Den Tod wol­len, die Schmer­zen aber nicht, das ist ein schlech­tes Zei­chen. Sonst aber kann man den Tod wagen. Man ist eben als bibli­sche Tau­be aus­ge­schickt wor­den, hat nichts Grü­nes gefun­den und schlüpft nun wie­der in die dunk­le Arche.“